Virtualisierung eines Rechenzentrums
Ökologisch und zugleich rentabel: dieses Ziel verfolgt Roman Hoffmann schon seit mehreren Jahren und bewirbt sich jetzt mit seinem ökologischen Rechenzentrum für den Green-IT-Award auf 10Projects.de. Dem Geschäftsführer der Wilken Rechenzentrum GmbH ist es gelungen, mit einem Bündel unterschiedlicher Maßnahmen den Stromverbrauch trotz Server-Wachstum nahezu konstant zu halten. Einiges davon ist durchaus nachzuahmen:
Eine kleine, aber feine Idee ist beispielsweise, die Alarmanlage des Unternehmens mit der Stromversorgung von PCs, Druckern oder Faxgeräten zu verbinden. Schaltet sich der Alarm nachts ein, unterbricht dies auch den Betrieb der Geräte – Standby oder versehentlich angelassene Maschinen gibt es so nicht mehr. "Jede unserer Maßnahmen ist auch wirtschaftlich", erklärt Hoffmann. So auch der Einsatz virtueller Server – ebenfalls ein Beitrag zu Senkung des Stromverbrauchs. Zudem lässt sich dadurch auch ein Load-Balancing zwischen einzelnen Kunden herstellen „So teilen sich Kunden Server, die Rechenkapazitäten zur unterschiedlichen Zeit benötigen“, so Hoffmann. „Das spart an sich schon Hardware.“
Dieser Aspekt werde bei der Virtualisierung oft vergessen oder sei nicht jedem klar.
Prinzipiell ist Hoffmann sicher, dass sich die Anschaffung hochwertiger IT-Produkte unter ökologischen Gesichtspunkten lohnt. Der Nutzen ergebe sich in mehrfacher Hinsicht: hochwertige Netzteile erreichen beispielsweise Wirkungsgrade von rund 85 Prozent, im Gegensatz zu Billigprodukten, die rund die Hälfte der Energie an Wärme abgeben. Auch verbrauchen teurere Geräte meist weniger Strom, verzeichnen geringere Strahlungswerte und bestehen zu einem größeren Anteil aus abbaubaren Stoffen.
Schlecht abkupfern lässt sich allerdings eine weitere Besonderheit des Wilken-Rechenzentrums: die Unterbringung im Weinkeller des Unternehmens. In den unterirdischen Gemäuern fällt schon ein Großteil der Ersparnis durch weniger Kühlung an. Ein Argument, dem sich auch der Küchenchef der Wilken-Kantine nicht entziehen konnte.
Das Einspar-Potenzial eines Unternehmens wie Wilken beziffert Hoffmann auf mehrere zehntausend Euro jährlich. Bei größeren Unternehmen sei selbstverständlich eine sehr viel größere Summe möglich.
Keywords: Energieeinsparung, Green-IT, SAN, Virtualisierung
Rating overall: 35 %
Größe Projektteam: 8
