PIONEER-Arbeit für Wachstum - Das Birds Eye Iglo IT-Rezept für Erfolg
Die Birds Eye Iglo Gruppe ist das führendes Unternehmen im Tiefkühlmarkt in Europa. Es produziert, vermarktet und vertreibt Marken-Tiefkühlkost hauptsächlich über den Lebensmitteleinzelhandel. Großbritannien, Deutschland und Österreich sind die Kernmärkte von Birds Eye Iglo mit über 80 % Anteil am Gesamtumsatz. Das Unternehmen ist auch in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Irland und Portugal tätig. In Kontinentaleuropa werden die Produkte unter dem Markennamen „iglo“, in Großbritannien und Irland unter der Marke „Birds Eye“ vertrieben. Seit 2009 ist die Birdeye Iglo Gruppe auch in der Türkei und Russland mit der Marke „iglo“ aktiv.
Die Gruppe beschäftigt über 2200 Mitarbeiter bei einem Umsatz von 1,27 Mrd € (2007)
Im Sommer 2006 wurde die Birds Eye Iglo Gruppe vom Konsumgüterkonzern Unilever an den britischen Finanzinvestor Permira verkauft.
Mit der Übernahme der Birds Eye Iglo Gruppe von Unilever durch Permira entstand ein neues europäisches Unternehmen – alle IT-Systeme wurden jedoch weiterhin für den Zeitraum von 2 Jahren durch Unilever betrieben. Die IT-Landschaften der acht Länder unterstützten unterschiedliche Prozessmodelle und waren gekennzeichnet durch länderspezifische SAP-Systeme, die über Jahre gewachsen waren. Die Ziele des Projektes PIONEER waren:
- eine Reduktion der IT-Kosten um 40% bei gleichzeitiger Erhöhung der Systemleistung
- eine Harmonisierung und Vereinfachung der Prozesse
- ein einheitliches SAP System zur Unterstützung der Geschäftsprozesse in den 8 Vertriebs-
gesellschaften der Länder, den 3 Fabriken in Europa und des zentralen Supply Chain Managements
- ein tagesaktuelles Reporting zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen
- eine fertige Plattform für die Expansion in geographisch neue Märkte und für die Akquisition
neuer Unternehmen
Um den zur Verfügung stehenden Zeitrahmen von knapp 2 Jahren nicht zu gefährden, sollte die neue IT-Landschaft nur wenige länderspezifische Lokalisierungen haben. Für die neue IT-Infrastruktur (Server, PCs, Netze) und den User Help Desk wurde Fujitsu als Partner gewählt, der gruppenweite Implementierungspartner für die SAP und Non-SAP Applikationen wurde der indische IT-Dienstleister Satyam.
Das Projekt PIONEER war in zwei Phasen aufgeteilt. In Phase 1 wurde für alle Länder eine Prozess-Harmonisierung durchgeführt und das Projekt bis Ende April 2008 in die Länder Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Irland und Großbritannien ausgerollt. In Phase 2 von Mai 2008 bis Ende September 2008 folgten die Länder Portugal, Österreich und Deutschland.
Im September 2007 beauftragte iglo Deutschland die AKRA Business Solutions mit der Unterstützung des deutschen Business in der Prozess-Harmonisierung, den Roll-out Vorbereitungen und dem Roll-Out des Projektes PIONEER für die drei Standorte in Deutschland.
Business Process Management
Im Rahmen der Prozess-Harmonisierung wurden die deutschen Geschäftsprozesse mit dem neuen SAP Prozessen abgeglichen und in einem „Process Framework“ dokumentiert. AKRA plante und begleitete anschließend Workshops, in denen die deutschen Anwender und das internationale Implementierungsteam Lösungen für nicht im PIONEER Umfang vorgesehene Prozesse und Funktionalitäten erarbeitete.
Projektmanagement
AKRAs Projektmanagement unterstützte die Fachabteilungen bei der Erstellung der „Business Continuity“ Pläne – Szenarien für den Eventualfall zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Belieferung der Kunden.
Test
In den Projektphasen „Integrationstest“ und anschließend dem „User Acceptance Test“ galt es für AKRA, bei der Planung und Steuerung der Tests die zur Verfügung stehenden Fachbereichsmitarbeiter unter Berücksichtigung der Ferienzeit als auch der saisonalen Erntezeit effizient einzusetzen.
End-User-Training
Zur Vorbereitung des „Cut-Over“ – der Umstellung auf die neue IT-System-landschaft – führten AKRAs Trainer gezielte Schulungen für die Fachbereiche durch.
Datenmigration
Während der Systemumstellung sorgten AKRAs SAP Spezialisten für eine reibungslose Übernahme der Bestandsdaten.
Post-Go-Live-Support
Nach erfolgreichem „Cut-Over“ galt es für AKRA, auftretende Probleme aufzunehmen, zu analysieren und mit dem Provider Satyam eine Lösung zu finden. Besonderes Augenmerk lag in der Anbindung der EDI-Partner – Kunden, die erstmals unter Life-Bedingungen Rechnungen per EDIFACT erhielten und Partnern, die EDIFACT Nachrichten für Belieferungen aus dem deutschen Distributionscenter erhalten.
Rating overall: 0 %
Größe Projektteam: 60
Projektinformationen
ARIS
