Neues Konzept für Fahrzeugortung innerhalb aller Abstellplätze weltweit.

Im Oktober 2007 wurde das Projekt gestartet.
Ziel: Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes zur Ortung von Fahrzeugen auf unseren Lager(Park-)plätzen.
Hintergrund: Durch die Zunahme der Produktion von ca. 50% im Verhältnis zu 2006, wurden mehr Abstellplätze für fertige Trailer und Anhänger benötigt. Das rangieren und Einparken der großen Fahrzeuge macht es unmöglich mit einem platzverwalteten Lager zu agieren. Teilweise stehen bis zu 100 Trailer in einer Reihe parallel zueinander. Selbst bei eingezeichneten Plätzen wäre es unmöglich von den Rangierern zu verlangen, diese Plätze genau einzuhalten. Ein Versatz von einem Fahrzeug zum anderen macht bei 15 cm nach 100 Fahrzeugen bereits 15m aus. Hinzu kommt noch, dass auch manchen Plätzen zwei Fahrzeuge (Anhänger) hintereinander gestellt werden können oder sogar drei Fahrzeuge übereinander. All diese Randbedingungen machten es unmöglich über nummerierte und gekennzeichnete Abstellplätze weiter nachzudenken.
Mengenvorgaben nur Standort Burtenbach:
o 2500 Neufahrzeuge
o 100-500 Halbfertige Fahrzeuge oder Zwischenprodukte
o 5 Abstellplätze in einem Umkreis von 20 km
Grobkonzept:
Die GPS-Position soll an der Abstellpositon des Fahrzeuges gespeichert werden. Jedes Fahrzeug erhält einen aktiven RFID, der mittels eines Magnetes an das Fahrzeug gehängt wird. Die Rangierfahrzeuge erhalten RIFD-Antennen und lesen die Fahrzeugidentnumer aus und speichern über eine GPRS-Verbindung die GPS-Position zentral ab.
Wird jetzt ein Fahrzeug gesucht, weil der Kunde das Fahrzeug abholen will oder das Zwischenprodukt wieder in die Fertigung eingeschleust werden soll, dann wird automatisch ein Transportauftrag an die Fahrer gegeben und den Fahrern auf einem Geländefoto im Multifunktionsgerät der Punkt angezeigt, wo sich das Fahrzeug auf dem Firmengelände oder dem Abstellplatz befindet.

Ausschreibung:
Mit unserem Konzept wurden verschiedene Anbieter angefragt. Ähnliche Konzepte wurden bei Hymer und BMW ermittelt.
Es handelte sich hier um verschiedene Konzepte. Die Kosten für das Projekt errechneten sich auf mehr als 500T€. Besonders negativ stellte sich hierbei heraus, dass die laufenden Kosten für Austausch von Batterien, Handling der RFID und der Anschaffungskosten eines RFID bei einem Rollout für weitere Werke erheblich sein würden. (RFID hier 40€ pro stück)
Überarbeitung des Konzeptes:
Wir haben das Konzept dahingegen überarbeitet, dass wir anstelle des RFID ein Barcodeetikett einsetzen.
Vorteil:
o Kostengünstig
o Keine Handlingskosten
o Etikett wird automatisch erzeugt bei der Einschleusung des Fahrzeges in die Produktion
o Projektkosten 150T€ für Burtenbach
o Rolloutkosten für weitere Werke ca. 5000€ plus Lesegeräte (ca. 15T€)
Nachteil:
o Lesereichweite ca. 2m
o Rangierer müssen aktiv den Barcode scannen und ggf. aus dem Fahrzeug aussteigen
o Unsicher wenn der Mensch nicht mitspielt

Vergabe der Softwareentwicklung im März 2008.
Zieltermin Inbetriebnahme Juni 2008.

Durch die frühzeitige Einbindung der Fahrer/Rangierer gab es in diesem Bereich überhaupt keine Schwierigkeiten. Die Anliegen der Rangierer wurden berücksichtigt. Hauptproblem bei der Inbetriebnahme machte die Stabilität der Multifunktionsgräte (Scanner, GPRS, GPS)
Projektkosten neues Konzept:
o Software und Hardware 100T€
o Interne Kosten 50T€
o Laufende Kosten pro Jahr
 15 SIM-Karten 120€
 Wartungskosten 2000 €
o Erweiterung pro weiterer Stellplatz ca. 2500€
o Je Multifunktionsgerät ca. 3000€
Alles in allem lässt sich sagen, dass dieses Konzept hinsichtlich Kosten, Nutzen, Wartungsfreundlichkeit und Rolloutfähigkeit optimal gestaltet wurde.

ROI-Betrachtung:
o Minimal 150 Fahrzeug werden pro Tag gesucht. Derzeitige dauer pro Suchvorgang zwischen 10 Minuten und 30 Minuten.
o Einsparung im Mittel von minimal 10 Minuten pro Fahrzeug
o Hochrechnung Minimale Einsparung:
150 x 10 min x 200 Arbeitstage/Jahr x 65€ Lohn = 325T€ pro Jahr

Daraus ergibt sich ein ROI von ca. 6 Monaten
 

Keywords: Barcode, GPS, Ortung, PSION, RFID, Vodafone

Projektmitarbeiter: 0
Rating overall: 100 %
Größe Projektteam: 12
 

Projektinformationen

Kernprodukte
Handhelds von PSION mit integrierten GPS und BarcodescannerGSM mit VodafoneWebserver
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