Neue Software erleichtert und vereinheitlicht die Überwachung von Systemen und Applikationen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Die automatische Überwachung von Servern, Clients, Netzwerkkomponenten und Anwendungen ist für komplexe IT-Infrastrukturen ein absolutes Muss. Das gilt auch für die deutsche Tochter des weltweit größten Stahlerzeugers, ArcelorMittal Bremen. Die rund 3500 Mitarbeiter in Norddeutschland produzieren in einem integrierten Hüttenwerk jährlich rund drei Millionen Tonnen Stahl. Wichtigster Kundenkreis von Arcelor-Mittal Bremen sind die Automobil- und die
Automobilzulieferindustrie. Für Verwaltung und Produktion sind im Bremer Werk mehrere Hundert Server sowie über 2000 Clients im Einsatz.

2006 wurden zwei IT-Bereiche organisatorisch zusammengelegt. Die vorher getrennt arbeitenden IT-Spezialisten für die Büro- und die Produktionsumgebung bildeten nun ein
Team. Jeder Bereich brachte dabei seine Werkzeuge zur Überwachung der IT-Infrastruktur ein, sodass eine ganze Reihe unterschiedlicher Software für die gleichen Zwecke im Einsatz war. „Wir haben schnell gesehen,
dass wir hier standardisieren müssen“, sagt IT-Koordinator Roy Braad. Bei der Suche nach einer Lösung für das Monitoring der Windows-basierten Systeme und der neu eingeführten Microsoft .NET-Plattform evaluierte ArcelorMittal Bremen unterschiedliche Lösungen. Dazu gehörte HP OpenView, das bereits für das
Monitoring der Forte-Applikationen genutzt wurde und für andere Bereiche, etwa für Unix-Server, bei ArcelorMittal Bremen immer noch eingesetzt wird. Getestet wurde auch CA Unicenter Network and Systems
Management für das Monitoring. Schließlich entschieden sich die IT-Spezialisten für die Microsoft System Center Server Management Suite Enterprise.

Braad begründet die Entscheidung so: „Unser Fokus lag zunächst auf dem Management von Windows-Systemen und der .NET-Plattform. Hier bot Microsoft einfach die beste Lösung, um die Toolvielfalt bei uns im Unternehmen unter einer Plattform zu vereinen.“ Denn mit Modulen wie Operations Manager, Configuration Manager, Data Protection Manager und Virtual Machine Manager verfügt die System Center Server Management Suite Enterprise von Microsoft über eine besonders umfassende Funktionalität.

Die folgenden Kriterien sprachen für Operations Manager 2007 SP 1, der Teil der System Center Server Management Suite Enterprise ist:

• Offenheit für die netzbasierte Überwachung von Produkten anderer Hersteller. Beispielsweise lässt sich die Virtualisierungssoftware VMWare ESX über das nworks Management-Pack für VMware in Operations Manager 2007 SP 1 integrieren.

• Operations Manager 2007 SP 1 bringt ein ausgefeiltes Konzept für gruppenbasierte Rechte. Bei einem Großunternehmen wie ArcelorMittal Bremen mit mehreren ITEinheiten und seinem eng eingebundenen
externen IT-Partner EDS, an HP company, war dies Grundvoraussetzung, um den Mitarbeitern
maßgeschneiderte Rechte einzurichten. Roy Braad erklärt die Vorteile: „Das Rollenmodell erlaubt es, in diesem komplexen Umfeld den Nutzern aus unterschiedlichen Gruppen den Betrieb so einzurichten,
dass sie genau auf die für ihre Aufgaben nötigen Ressourcen Zugriff haben.“

• Die Lösung bietet zahlreiche Management-Packs und Konnektoren. Management-Packs enthalten eine Sammlung von Überwachungsregeln mit definierten Grenzwerten, eine Wissensdatenbank mit Informationen
zu Problemen und deren Behebung sowie Skripte, die zur schnellen Problembeseitigung verwendet werden können. Wegen der schon existierenden Regeln und Grenzwerte benötigt ein IT-Experte weniger Zeit, um die wichtigen Alarme zu identifizieren. „Die Management-Packs erlauben einen sehr vielseitigen, breitbandigen Einsatz des Operations Manager 2007 SP 1. Über die Schnittstellen können wir die Lösung sehr gut und flexibel integrieren“, berichtet der IT-Koordinator.

Zu den bei ArcelorMittal Bremen eingesetzten Management-Packs gehören beispielsweise Windows 2000/2003, Active Directory oder ASP.NET Application/Web Service. Management-Packs können auch
direkt aus Visual Studio erstellt werden. Einbindung in eine Konsole Die Einführung von System Center
Operations Manager 2007 SP 1 startete im Juni 2007, gefolgt von Testumgebung und Rollout. Bereits Ende März 2008 erfolgten Betrieb und Feintuning des Monitoringtools im operativen Einsatz. Die neue Software
erlaubte es der IT-Abteilung, die Basisaufgaben des Systemmanagements einheitlich, standardisiert und lückenlos zu implementieren. Der Schwerpunkt lag auf Servern und .NET-Applikationen.

Erreicht wurde dies durch das Monitoring aller Windows-Server mit Operations Manager 2007 SP 1. Die weiterhin betriebenen Monitoringtools sollen in Zukunft, soweit möglich, so in Operations Manager 2007 SP 1 integriert werden, dass dieser als führende Konsole für alle dient. Die Vereinheitlichung sämtlicher Systeme unter einer Konsole erleichtert allen IT-Spezialisten die Arbeit. Danach plant ArcelorMittal Bremen, Cross-Plattform-Extensions (Unix) zu testen, die Microsoft mit Operations Manager 2007 R2 anbieten wird. Damit können die vollständige Anbindung von ArcelorMittal Estonia und das Design einer globalen Operations Manager-Infrastruktur erfolgen.

Intensiver Support
Der IT-Dienstleister EDS, an HP company, arbeitete an der Entwicklung und Konzeption des Monitorings mit. Ein Workshop diente allen Beteiligten als Einführung. Bei Fragen und ungelösten Problemen wandten Roy Braad und seine Kollegen sich direkt an Microsoft. Während der Konzeption standen sie in engem Kontakt mit dem technischen Support des Unternehmens. Microsoft half beim Design der neuen Struktur und prüfte schließlich das fertige Konzept. Für den Einsatz bei ArcelorMittal Bremen musste zunächst festgestellt werden, welche Informationen die zu überwachenden Systeme überhaupt bereitstellen.

Die Überwachungsroutinen wurden danach auf Basis der Best-Practice-Vorgaben in von Microsoft mitgelieferten Templates angelegt und in einer Testumgebung geprüft. „Die Vorgaben bieten enorme Vorteile. Eine Anpassung an das Betreiberumfeld ist dennoch erforderlich“, erklärt Volker Lüken von EDS, an HP company. Je nach Rolle erfolgt das Monitoring bei ArcelorMittal Bremen über eine webbasierte
grafische Oberfläche, die GUI oder die Windows PowerShell. „Über den Microsoft Internet Explorer können die IT-Spezialisten die Oberfläche von jedem PC im Unternehmen aufrufen, auch wenn sie nicht am Arbeitsplatz sitzen“, erklärt Olaf Müller, .NETEntwickler von EDS. Neben der Webkonsole bietet Operations Manager 2007 SP 1 auch eine vollwertige grafische Oberfläche (GUI) für die Administration der Umgebung,
diese wird als primäres Interface der IT-Infrastruktur von Administratoren eingesetzt. Erkennt die Monitoringsoftware Fehler, schickt sie sofort einen Hinweis per Mail an eine Arbeitsgruppe oder an einen beliebigen Telefonanschluss. Vom Arbeitstempo der Software sind Volker Lüken und seine Kollegen angetan: „Für die große Menge überwachter Systeme und dabei anfallender Daten arbeitet Operations Manager
2007 SP 1 im Vergleich zu anderen Werkzeugen sehr schnell.“

Derzeit läuft die Umstellung sämtlicher Applikationen von der Forte- auf die .NETPlattform. Nach Abschluss der Migration können dann auch die .NET-Entwickler mit dem Monitoring der Applikationen beginnen
und damit rund 35 Kollegen die Microsoft-Software nutzen. Weitere Planungen ArcelorMittal Bremen möchte in Zukunft ein weiteres Modul der Suite nutzen: System Center Configuration Manager 2007 liefert Unterstützung bei der Verwaltung von Clients, mobilen Endgeräten und Serversystemen.

Hardwarehersteller und Microsoft liefern hier Lösungen für ein effektives Konfigurations-und Patch-Management. Mit dem Operations Manager 2007 R2 Release soll auch EMC Smart für die Überwachung
der Netzwerkkomponenten sowie der Linux-und Unix-Server evaluiert werden. Die positiven Erfahrungen der Bremer Tochter will der Konzern bei der geplanten Einführung der System Center Server Management Suite Enterprise weltweit nutzen.

Roy Braad: „Das globale Design für die Infrastruktur des Gesamtunternehmens ArcelorMittal wird derzeit erarbeitet. Unsere Erfahrungen am Standort Bremen fließen darin ein.“ Bald schon könnten also die IT-Experten des Konzerns in 27 Ländern die Vorteile der System Center Server Management Suite Enterprise nutzen.

Microsoft System Center Operations
Manager SP 1 System Center Operations Manager 2007 SP 1 ermöglicht eine umfassende Übersicht zum Status aller Windows-basierten Server und .NET-Anwendungen. Die zentrale Software überwacht laufend Ereignisse und Leistungsindikatoren für Hunderte von Betriebssystemen und Anwendungen und warnt sofort automatisch bei auftretenden Problemen. Operations Manager 2007 SP 1 bietet Zugriff auf mehr als 50 Management-Packs für verschiedene Anwendungen von Microsoft. Damit können IT-Administratoren Routineaufgaben automatisieren und so die Effizienz steigern und mehr Kontrolle über die vorhandene IT-Umgebung gewinnen.

Microsoft System Center
Microsoft System Center unterstützt Administratoren beim Betrieb von IT-Systemen. System Center-Lösungen sammeln und bündeln Informationen zur Infrastruktur, den Richtlinien und Prozessen im
Unternehmen. Die Software stellt darüber hinaus Methoden für die Einrichtung und den automatisierten Betrieb bereit. Das spart Kosten, verbessert die Verfügbarkeit von Anwendungen und erhöht die Zuverlässigkeit von Diensten. System Center-Lösungen vereinfachen die Verwaltung von Systemen und Anwendungen wie Microsoft SQL Server 2005, Microsoft Office System oder Microsoft .NET Framework und arbeiten mit Verwaltungstools von Drittanbietern zusammen. Die System Center Server Management
Suite Enterprise umfasst Operations Manager, Virtual Machine Manager und Data Protection Manager für die Serververwaltung. 

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Projektinformationen

Kernprodukte
Manager SP 1 System Center Operations Manager 2007 SP 1 ermöglicht eine umfassende Übersicht zum Status aller Windows-basierten Server und .NET-Anwendungen. Microsoft System Center unterstützt Administratoren beim Betrieb von IT-Systemen.
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