GreenIT Strategie bei Daimler

Globale Strategie zur Reduktion von CO2 innerhalb der Daimler AG.
Dabei wird betrachtet wie die IT Energie einsparen kann, aber auch wie die IT dazu beitragen kann CO2 einzusparen.

Im Jahr bis zu 25.000 Tonnen CO2 einsparen – das ist die
Zielsetzung der Initiative „GreenIT: Ökonomisch denken, ökologisch
handeln“, die Daimler vor wenigen Monaten gestartet hat.

„Die Daimler AG stellt sich den Anforderungen des Umweltschutzes in
allen Unternehmensbereichen. Durch Senkung des Energiebedarfs
leistet auch die Informationstechnologie (IT) ihren Beitrag, CO2-
Emissionen und Ausgaben zu reduzieren. So tragen wir mit GreenIT zur
Zukunftsfähigkeit des Konzerns bei, und schützen gleichzeitig die Umwelt.“,
sagt Dr. Michael Gorriz, Chief Information Officer (CIO) der
Daimler AG und Leiter des Bereichs Information Technology Management.
Bereits in der Anfangsphase konnte die Initiative spürbare Erfolge bei
der Reduktion des unternehmensweiten Energieverbrauchs erzielen:
Mit einem jährlichen Einsparpotenzial von 13 Millionen Kilowattstunden
Strom – was dem Durchschnittsverbrauch einer Kleinstadt mit
5.000 Einwohnern entspricht –, 7.800 Tonnen CO2-Emissionen und
1,3 Millionen Euro ist „OptiPrint“ eines der ersten erfolgreich umgesetzten
GreenIT-Projekte.

Im Rahmen von „OptiPrint“ wurde die Anzahl der Drucker unternehmensweit
reduziert und gleichzeitig wurden alte gegen neue, energiesparende
Modelle ausgetauscht.

Kleine Schritte – große Wirkung: IT-Lösungen für eine bessere
Umweltbilanz
„Wir wollen die von der IT selbst benötigte Energie deutlich senken
und durch den verstärkten Einsatz von IT-Lösungen dazu beitragen,
den Energieverbrauch in weiteren Bereichen des Unternehmens zu reduzieren.“,
erklärt Horst Doll, Leiter der GreenIT-Initiative bei Daimler.
GreenIT identifiziert dazu systematisch Potenziale zur Effizienzsteigerung
und Kostensenkung.
Neben „OptiPrint“ führt die Daimler AG Projekte in den Bereichen Servervirtualisierung,
stromsparende Telefone und energieeffiziente
Hardware durch. Es werden beispielsweise in den Rechenzentren Verbesserungen
- durch Konsolidierung, Virtualisierung und effizientere
Klimatechnik - umgesetzt oder verstärkt Telefon- und Videokonferenzen
durchgeführt, um die Anzahl der Mitarbeiter-Reisen zu
reduzieren. Nicht zuletzt geht es aber auch um den Einsatz besonders
energiesparender IT-Komponenten wie PCs, Notebooks, Drucker und
Server - sowie deren energieeffizienteren Betrieb.
Darüber hinaus werden verstärkt IT-Anwendungen - wie zum Beispiel
Crashtest-Simulationen - eingesetzt, um Energie und Ressourcen zu
sparen und damit die Umwelt zu schonen.
Durch diese umfassenden und nachhaltigen GreenIT-Maßnahmen ergibt
sich ein Gesamteinsparpotenzial von über 40 Millionen Kilowatt
stunden Strom, bis zu 25.000 Tonnen CO2-Emissionen und damit
mindestens vier Millionen Euro pro Jahr.
Die Umsetzung: GreenIT bei Daimler im Detail
In der ersten Projektphase wurden Ziele definiert, über einhundert Ideen
für mögliche Maßnahmen gesammelt und mittels einer Portfolioanalyse
bewertet. Rund zwanzig bereits abgeschlossene Erfolgsprojekte
einzelner Standorte dienen nun weltweit als Vorbild.
In der aktuellen Projektphase werden die Maßnahmen umgesetzt und
anschließend die Ergebnisse gemessen. Dazu hat sich die Initiative
GreenIT in sechs Arbeitspaketen organisiert: Rechenzentren (inklusive
deren Ausstattung), IT-Komponenten (Server, Storage), Konnektivität
(LAN, WAN, Telefonie), IT-technische Büroausstattung (Desktops, Notebooks,
Handhelds, Drucker), Beschaffung und Produktion von Energie
sowie Kommunikation und Awareness.
Ein wesentlicher Aspekt für den Erfolg der GreenIT-Initiative ist der
Beitrag jedes einzelnen Mitarbeiters. Deshalb ist eine Kernaufgabe der
Initiative, Bewusstsein für einen sparsamen Umgang mit Energie zu
schaffen. Um die Mitarbeiter entsprechend zu informieren, werden
zahlreiche Kommunikationselemente wie ein Intranet-Auftritt, Veröffentlichungen
in Mitarbeiterzeitungen und Präsentationen bei Veranstaltungen
eingesetzt.
GreenIT ist ein Begriff der IT-Branche und beschreibt einen besonders
umfassenden und nachhaltigen Ansatz, alle Aspekte der IT umweltund
ressourcenschonend zu gestalten – und zwar über den gesamten
Lebenszyklus ihrer Komponenten vom Design und der Produktion über
die Verwendung bis hin zur Entsorgung oder dem Recycling. Es werden
die ökologischen und ökonomischen Aspekte des IT-Einsatzes
sowohl in der Innen- als auch in der Außenwirkung betrachtet und verbessert.
„Innen“ ist dabei der Beitrag, den die IT selbst leisten kann,
„außen“ umfasst Beiträge der IT, Prozesse und Systeme der unterschiedlichen
Geschäftsbereiche des Unternehmens energieeffizienter
zu gestalten. 

Keywords: CO², Energie Effizienz, GreenIT, Strategie

Projektmitarbeiter: 2
Rating overall: 60 %
Größe Projektteam: 20
 

Projektinformationen

Kernprodukte
Programm & Portfolio Management, Kommunikations Management, Business Cases, Balanced Score Card, Environmental Report
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