End-to-End-Virtualisierung - Erfolgsrezept für weiteres Wachstum

Die Marke Bartscher ist Spitzenköchen genauso ein Begriff wie den Mitarbeitern von Großkantinen: Das 1876 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Salzkotten gehört zu Europas größten Anbietern von Geräten für den professionellen Gastronomiebedarf. Das aktuelle Produktportfolio umfasst mehr als 2.200 Artikel – von der Aufschnittmaschine über den Pizzaofen bis hin zur Zitruspresse. Bartscher beliefert damit sowohl den Fachhandel für die Gastronomie, den Lebensmittelhandel und alle führenden C+C Unternehmen in Deutschland und Europa.

In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen auch international sehr stark expandiert und hat eine ganze Reihe neuer Vertriebsniederlassungen eröffnet, unter anderem in den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Österreich und Polen. Die vorhandene IT-Infrastruktur stand der Wachstumsstrategie allerdings zunehmend im Wege. Das Unternehmen befand sich in einer Situation, in der der Großteil der IT-Aktivitäten durch den Betrieb und die Instandhaltung der vorhandenen Systeme gebunden war. Unsere weitgehend dezentral organisierte Infrastruktur konnte kein weiteres Wachstum mehr unterstützen – im Gegenteil: Die IT wirkte eher als Bremse für die Unternehmensentwicklung. Zudem wurde es immer schwieriger, die Sicherheit und Verfügbarkeit kritischer Systeme zu gewährleisten.

In dieser Situation hat sich der IT-Leiter Niels Diekmann für eine grundlegende Neuausrichtung und Dynamisierung der IT-Architektur entschieden. Gemeinsam mit dem IT-Partner Systemhaus Krick wurde ein umfassendes Konzept hin zu einem „Delivery Center“ entwickelt. Im Fokus stand dabei vor allem die agile Unternehmensexpansion besser zu unterstützen und eine höhere Sicherheit für die geschäftskritischen Prozesse zu erreichen.

Um die Anforderungen im Bereich Datensicherung und –sicherheit besser zu erfüllen und etwaige Risiken auf ein Minimum zu reduzieren, wurde ein neues 30qm großes Data-Center mit angrenzendem IT-Lager gebaut. Die erforderliche Kälte wird über redundante Außen- und Innenklimageräte von Mitsubishi Heavy Industries erzeugt. Eine durchgehend zweizügige Stromversorgung über USV-Anlagen, Stromschienensysteme und Energieverteilung sichert das Rechenzentrum gegen Netzstörungen und -ausfälle ab. Das technische Brandschutzkonzept umfasst eine Brandfrühesterkennungsanlage sowie die Sauerstoffreduktion durch ein OxyReduct-Brandvermeidungssystem der Firma Wagner

Die Ausfallsicherheit kritischer Prozesse wurde durch die Entkopplung von Server-Workloads und Server-Hardware erhöht. Bei der Wahl der Virtualisierungs-Plattform war für uns unter anderem die Microsoft-Zertifizierung von XenServer gemäß dem Microsoft Virtualization Validation Program von hoher Bedeutung. So konnten wir sicher sein, dass wir von Microsoft für die virtuellen Windows-Maschinen denselben Support erhalten wie beim Betrieb der Systeme direkt auf der physischen Hardware. Die XenServer-Hosts sind zu einem Ressourcen-Pool zusammengeschlossen und nutzen ein Hitachi SAN mit 20 TB Bruttovolumen als gemeinsamen Storage. Sollte einer der physischen Host-Rechner ausfallen, sorgt die integrierte Hochverfügbarkeitstechnologie von XenServer dafür, dass die betroffenen virtuellen Maschinen automatisch auf den verbleibenden Hosts neu gestartet werden. Damit erreichen wir genau die Risikominimierung, die von unserer Geschäftsleitung erwartet wird.

Die logische Fortsetzung der Virtualisierung unserer Infrastrukturen wäre die Bereitstellung von virtuellen Desktops gewesen. Entgegen dieses naheliegenden Ansatzes haben wir uns für die Abschaffung der userbezogenen Desktops durch Einsatz von Citrix XenApp und dem Citrix WebInterface für den Zugriff auf die Applikationen von überall, über unterschiedliche Plattformen und aus beliebigen Netzwerken heraus entschieden.

Die Anwendungen werden über eine serverseitige Virtualisierung bereitgestellt, indem die Benutzeroberfläche von der Anwendungsverarbeitung getrennt wird. Dazu werden die Anwendungen einmalig auf den XenApp-Servern im Data Center installiert und dann für den Anwenderzugriff freigegeben. Die gesamte Rechenleistung wird dabei von der Serverfarm erbracht und verschlüsselt zum Client des Anwenders übertragen und angezeigt. Durch den Einsatz von Citrix XenApp werden nun unsere Windows-Anwendungen zentral verwaltet und die Installation wie auch die Administration der Anwendungen auf den einzelnen Endgeräten überflüssig. Die gesamte Bereitstellung ist damit erheblich einfacher und kostengünstiger, was die gleichzeitige Migration von unterschiedlichsten Office-Suites auf die einheitliche Version Office2007 unter Verwendung eines MS Exchange 2007 Servers ermöglicht hat.

Insbesondere hat sich als konsequente Weiterentwicklung des gewählten Restrukturierungansatzes der Einsatz von kosten- und energiesparenden Thin Client-Endgeräten angeboten. Die Thin Clients stellen sicher, dass die Daten im Data Center verbleiben und nicht auf lokale Datenträger kopiert werden. Zudem werden die Unterhaltskosten gesenkt, da sie weniger störungsanfällig sind, kaum Wartung benötigen und bis zu 60 Prozent weniger Strom verbrauchen als herkömmliche PCs. In einem ersten Rollout an unseren ausländischen Standorten und Pilotarbeitsplätzen im Headquarter haben wir bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Die Anwender sollten aber auch mit der neuen Architektur von jedem Endgerät aus auf alle benötigten Anwendungen zugreifen können – und dies auch außerhalb des Unternehmens. Dazu implementierten wir die SSL-VPN-Lösung Access Gateway, um von jedem Ort aus sicheren Web-Zugang zu den zentral bereitgestellten Applikationen zu ermöglichen. Die Anmeldung am Web Interface von Citrix XenApp wurde dabei mit dem zweistufigen, Token-basierten Authentifizierungsverfahren SafeWord for Citrix von Secure Computing kombiniert. Damit sind unsere Mitarbeiter nicht nur in der Lage im Home Office oder unterwegs ihre E-Mails abzurufen, sondern auch sämtliche anderen Applikationen zu nutzen. Auch neue Vertriebsniederlassungen binden wir heute in kürzester Zeit an die zentrale Infrastruktur an.

In unserem Fall hat sich die grundsätzliche Entscheidung voll ausgezahlt, die Anzahl der Lösungslieferanten zu reduzieren und keinen Best-of-Breed-Ansatz zu fahren. Wir setzen heute mit Citrix und Microsoft auf zwei strategische Technologiepartner, die eine durchgängige Virtualisierung vom Rechenzentrum bis zu den Arbeitsplätzen in den einzelnen Niederlassungen ermöglichen. 

Projektmitarbeiter: 0
Rating overall: 0 %
Größe Projektteam: 8
 

Projektinformationen

Kernprodukte
Wagner OxyReduct Brandvermeidungsanlage HP BladeSystem c-Class c7000HP ProLiant BL460c Server BladesHP T5730 Thin ClientsCitrix XenApp 5.0 EnterpriseCitrix XenServer 5.0 EnterpriseCitrix Access Gateway 2010SafeWord Token for Citrix
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