Bielefeld setzt EU-Dienstleistungsrichtlinie um
Bis Ende 2009 muss deutschlandweit die EU-Dienstleistungsrichtlinie umgesetzt sein. Die Verantwortung hierfür liegt meist in den Kommunen und Städten. Hintergrund ist der Wunsch der Europäischen Union nach weniger Bürokratie. Die Richtlinie soll durchsetzen, dass alle Unternehmen europaweit dieselben Bedingungen vorfinden. Eine zentrale Rolle spielt dabei der „EA“, der sogenannte einheitliche Ansprechpartner. Er wird zukünftig der Kontaktpunkt für sämtliche Belange sein, die sich bei der Anmeldung eines Gewerbes ergeben. Darüber hinaus will die EU, dass sich die Vorgänge in Zukunft auf elektronischem Weg erledigen lassen. Die Elektrifizierung der Prozesse wird die Stadt Bielefeld mit Hilfe von SAP umsetzen. Die Stadt verzeichnet jährlich rund 3000 Gewerbeanmeldungen, knapp 2000 Ummeldungen und etwa 2800 Abmeldungen. Gemäß einem jüngst unterschriebenen Vertrag soll ab Frühjahr 2009 die auf SAP Netweaver und SAP CRM basierende Software für Bielefeld zur Verfügung stehen.
Mit der Portaltechnologie wird die Stadt eine Internetseite anbieten können, auf der sich der Antragsteller Schritt für Schritt durch seine An- oder Ummeldung durcharbeitet. Für die Dokumente, etwa Handwerksbriefe oder Steuererklärungen steht ein virtueller Datenraum zur Verfügung. Nach Antragstellung erhält man eine Vorgangsnummer, über die sich der Status der Bearbeitung online verfolgen lässt.
Rating overall: 0 %
Größe Projektteam: 0
