Absicherung und Optimierung der zentralen IT-Infrastruktur
Nach der grundsätzlichen Genehmigung durch den Vorstand der Gauselmann Gruppe wurde im November 2005 die konkrete Planung zur Umsetzung des genannten Projekts aufgenommen. Dabei wurden vier Teilprojekte zeitlich miteinander verzahnt:
a- Server-Konsolidierung auf Basis VMware ESX (produktiver Betrieb ab Oktober 2006),
b- Netzersatzanlage fürs neue Rechenzentrum und weitere Liegenschaften (einsatzbereit seit Dezember 2006),
c- neues dunkles Kaltgang-Rechenzentrum mit zweigeteiltem Maschinensaal, separatem Technikraum inkl. Zentral-USV (Teilabdeckung), CO2-Löschanlage und Kälteerzeugung unter Ausnutzung indirekter freier Kühlung (Baubeginn Oktober 2006, Umzug Februar/März 2007),
d- Konsolidierung der Datenbestände auf nur noch ein zentrales Online-Plattenspeichersubsystems pro Brandabschnitt inkl. Energiespartechniken der neuesten Generation (November 2008 - Januar 2009).
Die Ausbauten zur Absicherung des IT-Betriebs wurden gemäß BSI-Grundschutzkatalog durchgeführt, um auf dieser Basis die IT-Sicherheits-Management-Zertifizierung nach ISO 27001 zu erreichen (Januar 2008).
Besonderes Augenmerk lag auf der Energieeffizienz der neuen Einrichtungen, wobei grundsätzlich nur Techniken als solche betrachtet wurden, insbesondere dann, wenn sie kurzfristig erreichbare Erfolge versprachen. Es wurde also keine vollständige Green-IT-Strategie mit Einbeziehung der Anwender und Sensibilisierung für das Thema des schonenden Umgangs mit der Umwelt entwickelt.
Das Thema der Effizienzsteigerung begleitet uns seit Beginn des Projekts fortwährend und drückt sich nicht nur bei der sukzessiven Nutzung weiterer Optimierungspotenziale aus (Einstellung möglichst hoher Kühlwasservorlauftemperaturen zur Absenkung der benötigten Kühlleistung, weitere Verbesserung der Trennung von Kalt-/Warmzonen durch Blenden/Einhausungen, Ausweitung der Zentral-USV-Versorgung zur Eliminierung der dezentralen Geräte und Einsatz von Power-over-Ethernet, Wärmerückgewinnung am vorbereiteten Wärmetauscher-Flansch zwecks Bürogebäudeheizung, Server-Power-Management, Erhöhung der Server-Virtualisierungsquote, vermehrter Gebrauch von Lichtwellenleitern statt Kupfer etc.), auch bei der zentralen Beschaffung von Endanwenderkomponenten (TFT-Displays statt Röhrenmonitore, Laptops statt Desktops u. ä.) und dem zwischenzeitlich begonnenen und bis Ende 2009 abzuschließenden Projekt zur Druckerkonsolidierung (zentral erreichbare Multifunktionsgeräte statt eine ungleich höhere Anzahl verteilter Arbeitsplatzdrucker) werden entsprechende Erfolge erzielt und erwartet. Selbstredend, dass die bei den monatlichen Testläufen der Netzersatzanlage erzeugte Energie direkt wieder eingespeist wird und nicht ungenutzt verloren geht ... :-)
Rating overall: 95 %
Größe Projektteam: 10
